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22.01.2016

Vorsicht Wechsel­wirk­ungen! Medi­ka­mente und Lebens­mittel


Vorsicht Wechsel­wirk­ungen! Medi­ka­mente und Lebens­mittel

Vielleicht haben Sie sich noch nie Gedanken darüber gemacht, aber manche Medikamente werden durch Lebensmittel in ihrer Wirkung verstärkt oder verändert. Das können sogar sehr gesunde Lebensmittel sein, die in Kombination mit Medikamenten zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können. Das muss aber nicht passieren, wenn man bei der Einnahme ein paar Dinge beachtet:

  • Milch, Käse, Joghurt: Wer morgens Osteoporosetabletten einnehmen muss, sollte dies nicht mit Milchprodukten tun. Das Gleiche gilt für Schilddrüsenhormone und bestimmte Antibiotika. Denn das Kalzium der Milch verhindert, dass die Wirkstoffe in die Blutbahn gelangen und vom Körper richtig aufgenommen werden. Sie entfalten ihre Wirkung nur schwächer. Sojaprodukte können die Aufnahme der Hormone vermindern und eine Dosisanpassung der Schilddrüsenpräparate notwendig machen.

Tipp: Tabletten nur mit Leitungswasser einnehmen.

  • Grapefruitsaft verstärkt die Wirkung vieler Medikamente. So wirken blutdrucksenkende Mittel, wie Betablocker, Schmerz- und Schlafmittel und Antiallergika Grapefruitsaft wie überdosiert. Vorsicht bei Herztabletten mit dem Wirkstoff Nifedipin. Da kann sogar zu Blutdruckabfall, Herzrasen und Kopfschmerzen kommen.

Tipp: Tabletten nur mit Leitungswasser einnehmen.

  • Müsli, Brot: Wer Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen nehmen muss, sollte wissen, dass sie zusammen mit Brot oder Müsli eingenommen nur etwa halb so gut wirken.

Tipp: Tabletten nur mit Leitungswasser einnehmen.

  • Käse, Salami, Sauerkraut, Rotwein: Eiweißreiche Lebensmittel, die längere Zeit gelagert werden, enthalten Tyramin, das den Blutdruck steigen lässt. Wenn Antidepressiva (MAO-Hemmer) dazu eingenommen werden, können Blut- und Hirndruck steigen. Es kann zu Kopfschmerzen kommen.

Tipp: Die Medikamente mit einem Abstand von mindestens zwei Stunden vor oder nach dem Essen oder Trinken nehmen – dann entstehen die genannten Wechselwirkungen nicht.

  • Kortison: Wer regelmäßig Kortison einnehmen muss, sollte vorsichtig sein beim Konsum von Zucker, Salz und Fetten. Diese werden durch das Kortison ohnehin sehr viel im Körper eingelagert.

Tipp: Die Tabletten morgen zwischen sechs und acht Uhr einnehmen, weil dann auch das körpereigene Cortisol eingelagert wird.

  • Alkohol: Er verstärkt die Wirkung von Antidepressiva, Psychopharmaka, Schlaf- und Beruhigungsmitteln und Blutdrucksenkern.

Tipp: Tabletten nur mit Leitungswasser einnehmen.

Die hier vom ASB Bonn/Rhein-Sieg/Eifel e. V. dargestellten Wechselwirkungen sind nur einige Beispiele. Fragen Sie Ihren Arzt oder in der Apotheke, ob die Medikamente, die Sie gerade nehmen müssen, in ihrer Wirkung durch Nahrungsmittel verändert, abgeschwächt oder verstärkt werden. Häufig können durch den Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel während der Therapie oder das Einhalten eines zeitlichen Abstand bei der Einahme unerwünschte Wirkungen verhindert werden.

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