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11.10.2016

Vorsicht: Auch im Herbst sind Zecken noch aktiv


Ob bei einer herbstlichen Wanderung in freier Natur, in einem Park in der Innenstadt, im eigenen Garten oder der Außenanlage einer Kindertagesstätte: Zecken können hier überall bis zu einer Höhe von ca. 1,5 Metern über dem Erdboden zu finden sein. Auch im Oktober halten sie sich sie noch in hohem Gras, in dünnen Laubschichten, Sträuchern und Büschen sowie im Unterholz auf. Wenn Menschen daran vorbeigehen, streifen sie die Zecken ab und diese gelangen auf die Haut. Den folgenden Biss merkt man meist gar nicht.

Die Zecke ist eigentlich kein gefährliches Tier, doch sie überträgt Krankheiten, deren Folgen schwerwiegend sein können. Zu den häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten gehören die Lyme-Borreliose (Borreliose) und die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME).

Borreliose kann sich in Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen äußern. Das Infektionsrisiko steigt mit der Dauer des Saugvorgangs. Deshalb ist es ratsam, die Zecke schnellstmöglich zu entfernen. Danach muss die Stichstelle längere Zeit genau beobachtet werden. Wenn man die Stelle beispielsweise mit einem Kugelschreiber kennzeichnet, kann man sehen, ob sich eine kreisförmige Rötung ausbildet. Dann ist spätestens eine sofortige ärztliche Behandlung (ggf. mit Antibiotika) erforderlich.

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die vorwiegend in bestimmten Endemiegebieten vorkommt. Das Virus kann das Nervensystem befallen und es kann sich eine Hirnhaut- bzw. Gehirnentzündung entwickeln. Grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen sind Anzeichen einer Erkrankung. Bei diesen Symptomen sollte unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.

ASB-Tipps zur Ersten Hilfe bei Zeckenstich

  • Wenn Sie eine Zecke bei sich, einem Kind oder einem Angehörigen entdecken, sollte das Tier zügig und fachgerecht entfernt werden.
  • Sinnvolle Hilfsmittel dazu sind: Pinzette, Zeckenkarte, Zeckenzange oder spezieller Zeckenentferner.
  • Packen Sie die Zecke am Greifwerkzeug so nah wie möglich über der Haut. Dann langsam von der Einstichstelle wegziehen und dabei darauf achten, dass die Zecke nicht gequetscht wird, damit infektiöse Flüssigkeiten nicht austreten können.
  • Wenn Sie die Zecke nicht komplett entfernen können, gehen sie zum Arzt.
  • Die Hilfsmittel zum Entfernen einer Zecke sollten nach der Benutzung gründlich gereinigt werden.
  • Beobachten Sie die Einstichstelle. Bei Rötung ebenfalls den Arzt aufsuchen.


Für Schulen und Kindertageseinrichtungen gilt:

  • Es ist sinnvoll, ein festgelegtes und konkretes Vorgehen im Umgang mit Zeckenbissen zu entwickeln. Dieses sollte mit den Erziehungsberechtigten abzustimmen.
  • Geeigneten Hilfsmitteln zur Entfernung von Zecken müssen vorhanden sein.
  • Der ASB empfiehlt für Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte, im Rahmen einer Aus- und Fortbildung (z. B. Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder) Kenntnisse zum Thema „Zeckenentfernung“ erwerben.


Vorsorge ist auch gegen Zeckenstiche empfehlenswert

Zuguterletzt noch ein Tipp für alle: Damit es möglichst selten zum Zeckenbiss kommt, empfehlen sich feste Schuhe und lange Kleidung, auch wenn die goldene Oktobersonne noch einmal höhere Temperaturen verspricht.

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