Umgekippte Bäume, jede Menge Rettungsfahrzeuge, Helfer und Zuschauer: Das war der 2. Katastrophenschutztag der Stadt Bonn auf dem Münsterplatz am vergangenen Samstag. Unter dem Leitmotiv „Sturm über Bonn“ zeigten die lokalen Hilfsorganisationen, wie sie Hand in Hand für die Bonner Bevölkerung zusammen arbeiten. In Notsituationen sind die vielen ehrenamtlichen Helfer zur Stelle und helfen; dafür lassen sich diese in ihrer Freizeit weiterbilden und werden nach ihren jeweiligen Möglichkeiten beispielsweise in der Betreuung, der medizinischen Versorgung oder im Katastrophenschutz eingesetzt. Auch Bevölkerung selbst muss einen wichtigen Teil der Schadensbewältigung mittragen – präventiv oder ganz praktisch durch gegenseitige Hilfe in der Not. Hier spielt auch die Hilfe zur Selbsthilfe eine wichtige Rolle. An den Ständen der Hilfsorganisationen auf dem Münsterplatz konnte jeder Besucher sein Wissen und seine Fähigkeiten anhand von kleinen Übungen überprüfen. Anschließend bekamen die Teilnehmer einen Notfallbeutel, dessen Inhalt daran erinnert, wofür jeder im Notfall sorgen sollte: Wasser- und Lebensmittelvorrat, Hygieneartikel, Taschenlampe.

In diesem Jahr feiert der Zivilschutz in Deutschland sein 60-jähriges Jubiläum. Mit der Gründung des ersten Bundesamtes für zivilen Bevölkerungsschutz im Jahre 1958 wurde erstmals ein zentrales, staatliches Organisationselement für die Aufgaben des Zivilschutzes geschaffen. Damit bildet es das Fundament des 2004 gegründeten Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Damals wie heute ist der Zivil- und Bevölkerungsschutz eine unverzichtbare staatliche Aufgabe – doch die Herausforderungen sind gewachsen. Um diesen zu begegnen, arbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe intensiv mit allen Akteuren in diesem Bereich zusammen – vom ehrenamtlichen Retter bis zum Spezialisten in der Cyberabwehr. Bevölkerungsschutz im 21. Jahrhundert ist modern, handlungsstark und verlässlich – und das auch in der Zukunft.

Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Olaf Conrady und blaulichter_rheinland (Instagram) zur Verfügung gestellt.