Arbeiter-Samariter-Bund - Bonn/Rhein-Sieg/Eifel e.V.
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ASB-Rettungshundestaffel

Informationen

Unsere Staffel zeichnet sich durch modernste Ausbildungsmethoden aus, stets basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Dabei setzen wir auf die Motivation der Hunde. Denn nur durch die Freude an Ihrer Arbeit werden die Hunde zu zuverlässigen Lebensrettern.

Wir haben uns auf das Mantrailing spezialisiert, also auf das Verfolgen von menschlichen Geruchsspuren. Unsere Hunde bekommen eine Geruchsprobe der vermissten Person und verfolgen dann an der langen Leine deren individuelle Spur. Wir sind die erste Rettungshundestaffel einer großen Hilfsorganisation in Deutschland, die sich ganz auf das Mantrailing konzentriert.

Die ASB -Staffel startete im April 2006 mit vier Menschen und vier Hunden. Nach drei Schnupperkursen mit insgesamt über 40 Teilnehmern haben wir inzwischen fast ein Dutzend ehrenamtliche Rettungsteams, die jeweils aus einem Hund und dessen Hundeführer bestehen. Somit haben wir unsere Sollstärke nahezu erreicht. Da im Einsatz jedem Rettungsteam ein menschlicher Helfer zur Seite stehen soll, werden auch Personen ohne eigenen Hund in die Staffel aufgenommen.

Der Termin für den nächsten Schnupperkurs steht noch nicht fest. Der Kurs wird aus theoretischen und praktischen Einheiten bestehen. Das abwechslungsreiche Programm soll Interessenten an sieben Terminen in etwa 30 Stunden einen Einblick in die Rettungshundearbeit ermöglichen und Aufschluss zur Eignung von Mensch und Hund für diese Tätigkeit geben. Die Ausbilderinnen zeigen in dem Schnupperkurs wie man mit Motivation - ohne Härte oder Strafe - den maximalen Erfolg in allen Bereichen der Hundeerziehung erreichen kann.

Für Menschen und Hunde, die das Mantrailing ausprobieren wollen, aber nicht in die Rettungshundearbeit einsteigen möchten, bieten wir eine Mantrailer-Hobbygruppe an.

Mantrailer-Hobbygruppe


Was ist das Ziel der Mantrailer-Hobbygruppe?

Die Hunde in unserer Hobbygruppe lernen das Verfolgen von menschlichen Geruchsspuren. Zu Beginn jeder Suche bekommt der Hund eine Geruchsprobe der vermissten Person und verfolgt dann an der langen Leine deren individuelle Spur.
Die Hobbygruppe bietet Ihnen eine Möglichkeit Ihren Hund mit einer Tätigkeit auszulasten, die ihn nicht nur körperlich, sondern vor allem intellektuell fordert. Die meisten Hunde sind nach einer Viertelstunde Mantrailing erheblich ausgeglichener und länger müde, als nach einem ausführlichen Spaziergang.
Beim Mantrailing bewältigen Sie gemeinsam mit Ihrem Hund schwere Aufgaben. Und das auf einem Gebiet, auf dem Ihr Hund Experte ist. So wird das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Hund gefestigt und Ihr Hund gewinnt an Selbstvertrauen, das sich auch außerhalb des Mantrailings zeigen wird.
Nahezu alle Hunde, denen wir je das Trailen gezeigt haben, lieben diese Tätigkeit. Viele Hundeführer berichten schon nach ein oder zwei Trainingseinheiten, dass ihr Hund sich unglaublich freut, sobald er ahnt, dass er heute wieder trailen darf.
Es ist kein Ziel der Hobbygruppe, Hund und Hundeführer auf eine Tätigkeit im Rettungshundewesen vorzubereiten. Es geht nur um ein Freizeitvergnügen. Zahlreiche Faktoren, die die Ausbildung der Rettungshunde so aufwändig machen, fallen dadurch weg. Zum Beispiel brauchen die Hunde in der Hobbygruppe keine alten Trails und keine sehr langen Trails zu suchen, die zu suchenden Personen und die Suchgebiete müssen nicht ständig gewechselt werden.



Wann und wie oft findet die Hobbygruppe statt?

Sonntagvormittags ab 10 Uhr.
Bei bestimmten Wetterlagen (starke, trockene Hitze/ Schneefall/ Sturm) ist Mantrailing fast unmöglich. Im Gegensatz zur Rettungshundestaffel müssen wir auch nicht bei Wetter trainieren, bei dem die Hunde zwar prima trailen können, aber kein Hundeführer vor die Tür gehen möchte. Weihnachten und Ostern machen wir Ferien. Insgesamt dürften wir so auf 40 bis 45 Veranstaltungen pro Jahr kommen.



Wo trifft sich die Hobbygruppe?

Wir trainieren in wechselnden Suchgebieten. In der Regel befinden sich diese im Großraum Siegburg, Hennef, Königswinter, Windhagen.



Wie läuft das Training ab?

Meistens wird mit den Hunden einzeln gearbeitet. Während ein Hund trailt, sind die anderen Hunde in der Regel im Auto. Jeder Hund kommt pro Veranstaltung mindestens einmal dran. Die unerfahrenen Hunde, die noch sehr kurze Trails suchen, kommen in der Regel zweimal pro Veranstaltung dran.
Für jeden Trail brauchen wir neben Hund und Hundeführer eine „Vermisste Person“, die sich für den Hund versteckt, einen Trainer, der den Hundeführer mit Beobachtungen und Tipps unterstützt und einen „Helfer“, der dem Hundeführer assistiert. In der Regel brauchen wir auch einen „Wisser“, der weiß, welchen Weg die Vermisste Person gegangen ist. Meistens nimmt der Trainer gleichzeitig auch die Aufgaben des Helfers und des Wissers wahr.
Bei den ersten Trails versteckt sich die Vermisste Person nur ca. 20 Meter vom Hund entfernt, nachdem sie vorher dem Hund seine Belohnung gezeigt hat. Darauf aufbauend werden die Trails immer länger und der Hund braucht immer weniger von der Vermissten Person motiviert zu werden. Nach ein paar Monaten sucht der Hund dann in der Regel mehrere hundert Meter lange Trails, ohne dass er die Vermisste Person vorher überhaupt gesehen hat.



Wie werden die Hunde zum Suchen motiviert?

Unsere Rettungshundestaffel zeichnet sich durch modernste Ausbildungsmethoden aus, stets basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Vieles von diesem Wissen soll auch den Teilnehmern der Hobbygruppe zugute kommen.
Wir setzen auf die Motivation der Hunde durch Belohnung und durch Freude an der gemeinsamen Arbeit mit dem Hundeführer. Strafe oder Gewalt gegenüber den Hunden wird bei uns nicht geduldet.



Wie lange dauert das Training?

Etwa drei Stunden. Sie müssen nicht am kompletten Training teilnehmen, aber es ist wünschenswert, dass Sie zumindest einen größeren Teil des Trainings dabei sind, damit Sie sich für andere Hunde verstecken können.



Muss ich an jedem Treffen teilnehmen?

Nein, Sie kommen nur dann, wenn Sie Zeit und Lust haben. Wir bitten Sie aber darum, dass Sie Bescheid sagen, wenn Sie an einem Sonntag nicht kommen.



Wer trainiert die Hobbygruppe?

Die Hobbygruppe wird immer von mindestens einem Staffelmitglied betreut. Die Staffelmitglieder wechseln sich mit der Betreuung der Hobbygruppe ab.



Wie groß ist die Hobbygruppe?

Der Hobbygruppe gehören etwa sechs Hundeführer und Hunde an. Die Größe bemisst sich daran, dass innerhalb eines Trainings von drei Stunden alle Hunde mindestens einmal dran kommen sollen.



Welche Voraussetzungen muss der Hund erfüllen?

Es sollte ihm nichts ausmachen, auch mal zwei Stunden allein im Auto zu sein und er sollte freundlich zu fremden Menschen sein. Er muss soweit gesund sein, dass er keine Schmerzen bei der Sucharbeit hat. Wenn er einer Rasse angehört, für die das Landeshundegesetz eine Leinen- bzw. Maulkorbpflicht vorsieht, muss er die behördliche Leinen- und Maulkorbbefreiung haben.



Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Sie sollten mindestens 16 Jahre alt sein und auch fremde Hunde mögen. Sie sollten körperlich so fit sein, dass Ihnen ein längerer Spaziergang in strammem Tempo nichts ausmacht.



Wie kann ich mich anmelden?

Zunächst reicht eine E-Mail an rettungshunde@a-s-b.eu . Wenn ein Platz für Sie in der Hobbygruppe frei ist, sendet unser Staffelleiter Ihnen dann ein Anmeldeformular. Beim ersten Training bringen Sie bitte die Police Ihrer Hundehalter-Haftpflichtversicherung, den Impfpass des Hundes und ggf. einen Nachweis über die Leinen- und Maulkorbbefreiung mit.



Was kostet die Teilnahme?

40 Euro pro Monat.



Gibt es eine Aufnahmegebühr?

Nein.



Werde ich durch die Teilnahme an der Hobbygruppe Mitglied des ASB ?

Nein. Die Mitgliedschaft im ASB ist auch keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Hobbygruppe. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen und sie unterstützen wollen, freuen wir uns jedoch sehr, wenn Sie dem ASB beitreten.



Wie kann ich bezahlen?

Der Beitrag für einen Monat wird jeweils am Monatsersten von Ihrem Konto per Lastschrift abgebucht.



Wie lang ist die Kündigungsfrist?

Zehn Tage zum Monatsende. Das ist einfach nur ein kleiner Puffer, den wir ab dem Eingang Ihrer Kündigung benötigen, um die monatliche Abbuchung von Ihrem Konto rechtzeitig vor dem nächsten Monatsersten zu stoppen.



Welche Ausrüstung brauche ich für das Mantrailing?

Das wichtigste ist eine Leine von 5 bis 10 Metern Länge und ein Geschirr, das der Hund trägt und an dem die Leine befestigt wird. Beides können wir Ihnen nach Absprache für das erste Training leihen. Wenn Sie Leine und Geschirr extra für die Hobbygruppe kaufen wollen, dann warten Sie damit am besten bis nach dem ersten Training, damit wir Ihnen zeigen können, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Am besten tragen Sie festes Schuhwerk (Wanderschuhe oder ähnliches). Wenn wir in Gebieten mit Straßenverkehr trainieren, sollten Sie eine Warnweste tragen wie es sie mittlerweile im Kfz-Bedarf für wenige Euros zu kaufen gibt.
Bitte bringen Sie außerdem zu jedem Training eine Tüte mit, in der sich ein frisch getragenes Kleidungsstück von Ihnen befindet. Dies dient uns als Geruchsgegenstand, den die Hunde zu Beginn eines Trails bekommen, damit sie wissen, wen sie suchen sollen.

Ereignisse


Rettungshundestaffel - realistische Einsatzübung im Seniorenheim

Mit tatkräftiger Unterstützung der Mitarbeiter und Bewohner des St. Josef Seniorenpflegeheims in Siegburg hat unsere Rettungshundestaffel dort eine Einsatzübung absolviert. Jeder Hund der Staffel hatte einen Heimbewohner oder eine Heimbewohnerin zu suchen, welche(r) aus dem Heim "verschwunden" war.

Jede Suche begann im Zimmer der vermissten Person. Dort bekam der Hund ein Kleidungsstück oder ein Kopfkissen der vermissten Person zur Geruchsaufnahme angeboten. Dann verfolgte der Hund die Spur quer durch das gesamte Pflegeheim bis er die richtige Ausgangstür gefunden hatte, hinter der die Spur weiterging. Wenn der Hund schließlich die vermisste Person im Park gefunden hatte, gab es reichlich Belohnung für den Hund, sehr zur Freude der Hunde und der Heimbewohner.

Die meisten Heimbewohner sind den ganzen Tag viel im Heim und der näheren Umgebung unterwegs. Die größte Herausforderung bestand für die Hunde deshalb nicht im Auffinden des gesuchten Geruches, sondern in der Unterscheidung zwischen der neuesten Spur und den vielen älteren Spuren.

Alle Hunde haben ihre Aufgaben hervorragend gemeistert, die richtige Spur sicher verfolgt und innerhalb weniger Minuten die vermisste Person gefunden. Somit hat unsere Rettungshundestaffel mit dieser Übung einen weiteren großen Schritt in Richtung Einsatzreife getan. Die Hunde mussten unter realistischen Bedingungen arbeiten und hatten dabei viele ungewohnte Ablenkungen zu bestehen. So standen zum Beispiel mehrere Käfige mit Kaninchen auf dem Gang und die Hunde mussten auch an der Küche vorbei, aus deren Tür verlockende Düfte drangen.


Kontakt

Für ein persönliches Beratungsgespräch stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung:
Rettungshundestaffel Dienststelle Troisdorf
Telefon:  02241 / 87 07 -0
 
Fax:  02241 / 87 07 -44
 
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