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Aktuelles

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08.08.2017

General-Anzeiger berichtet über Täterberatung des ASB


Im Februar 2017 sind die ersten Klienten in die Gruppensitzungen gestartet, nachdem zuvor in jeweils fünf Einzelsitzungen die Arbeit in der Gruppe gemeinsam mit den Klienten vorbereitet wurde. „Einsichtsfähigkeit, Verantwortungsübernahme und Veränderungsbereitschaft sind die wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Teilnahme an der Maßnahme“, betont Alena Grimm, eine der TrainerInnen in der Täterberatung. Seit Dezember 2016 bietet der Arbeiter-Samariter-Bund Bonn/Rhein-Sieg/Eifel e. V. die Täterberatung für Männer, die häusliche Gewalt angewendet haben, an. Es handelt sich hierbei um ein soziales Training mit dem Ziel, die Gewaltanwendung nachhaltig zu beenden.


Methoden-Mix zur Vermittlung der Trainingsinhalte

Die wöchentlich stattfindenden Gruppensitzungen bieten den Männern die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen mit ihren Gewalthandlungen auseinanderzusetzen und alternative, gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten zu erlernen. Um dies zu erreichen, bedienen sich die Trainer verschiedener Medien und Methoden. „Besonders geeignet um einen Eindruck der Ausmaße von häuslicher Gewalt zu erhalten und dies den Teilnehmern entsprechend zu vermitteln, ist eine Fotoreportage einer amerikanischen Studentin. Diese hat einen Mann in seinem Alltag begleitet und hierbei mehr durch Zufall echte häusliche Gewalt dokumentiert. Die Echtheit der Bilder sorgt immer wieder für starke Betroffenheit bei den Teilnehmern.“, berichtet Alena Grimm. Neben der Vermittlung von Inhalten werden die Klienten auch aktiv in die Mitarbeit eingebunden, indem sie an Rollenspielen teilnehmen oder Hausaufgaben anfertigen.



Eigene Bedürfnisse erkennen besonders wichtig

Häufig ist es für die Klienten auf Grund der Tabuisierung des Themas häusliche Gewalt schwer, über ihre Taten zu sprechen. Hinter der Gewalt steckt oft ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Hier sind der Ausbau von Konfliktlösungsstrategien sowie das Benennen der eigenen individuellen Bedürfnisse unerlässlich. Der Zugang zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen stellt sich für die teilnehmenden Männer jedoch vielfach schwierig dar. Durch gemeinsames Erarbeiten des Konfliktverhaltens sowie verschiedener Kommunikationsübungen werden die Klienten hierin geschult.

Vergangene Woche berichtete auch der General-Anzeiger über die Täterberatung des Arbeiter-Samariter-Bundes. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier.

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